"Auf den CAMINO ins neue Leben"

Im Herbst 2016 werden wir uns auf den Weg auf dem CAMINO DE SANTIAGO DE COMPOSTELLA5. machen.

„Auf den CAMINO ins neue Leben“ ist ein Projekt, um Menschen mit den unterschiedlichsten Problemen, wie z.B. Depression, Drogenprobleme, Langzeitarbeitslosigkeit, Angstzustände, Traumatische Verarbeitung, Burnout-Syndrom, Stress u.a. aktiv zu helfen einen neuen Anfang zu wagen, um aus der Erstarrung wieder in Bewegung zu kommen.
Im Herbst 2004 begannen wir mit einem Pilotprojekt unseren Weg in Saint-Jean-Pied-de-Port (Frankreich) über die Pyrenäen nach Spanien bis nach Belorado. Hier endete unsere erste Reise. Bis zum Ziel brauchte es noch 2 weitere Etappen bis Frühjahr 2006. Man kann aus heutiger Sicht, auch im Rahmen der Langzeitbeobachtung das Pilotprojekt durchaus als sehr erfolgreich bewerten.

Ich wurde unterstützt von Christoph Bartl, meinem Sohn, durch Viola Kirchner, Soziotherapeutin in Ausbildung, die das Projekt in ihrer Diplomarbeit dokumentiert hat, sowie von Thomas Althaus, (Mitarbeiter im Effingerhort, CH Rehahaus für Alkohol und Medikamentemißbrauch)
Alle Begleiter haben die Kraft dieses Weges schon mehrfach erleben dürfen.
Soweit die Füße es erlauben, mit nur dem Notwendigsten auf dem Rücken, wird man zwangsläufig mit dem eigenen Selbst konfrontiert. Während der vielen Tage des Gehens erlebt man alle Empfindungen, alle Krisen – die körperlichen wie die seelischen – in einer Intensität, wie selten sonst im Alltag.
Die Wahrnehmung für sich und die Welt um einen herum verändert sich von Schritt zu Schritt, langsam aber nachhaltig.
Die bunte Mischung der Mitwanderer ist bewusst so gewählt, damit jeder dem Anderen mit seinen Möglichkeiten beistehen kann. Jeder hat ein Problem – nicht jeder das selbe – Bei der letzten Etappe wurde klar, dass gerade dieses gegenseitige „füreinander da sein“ und der Versuch, einander zu verstehen, neue Perspektiven für den Einzelnen eröffnete.
Doch, warum Spanien und nicht einfach eine Wanderung durch den Schwarzwald machen?
Der Camino - oder auch Jakobsweg - ist ein mittelalterlicher Pilgerweg auf den Spuren des Apostels Jakobus. Wenn heute auch der Grund für die Wanderschaft nicht mehr ausschließlich religiöser Natur ist,
sondern ihn sehr viele auch aus sportlichen Gründen, oder wegen der kulturellen und landschaftlichen Schönheit gehen, so haben die Menschen auf dem Weg doch früher oder später eines gemeinsam:
sie öffnen sich füreinander. Auf geheimnisvolle Weise lässt der Camino keinen kalt…
Auf dem Camino zu pilgern bedeutet auch:
  • seine Probleme aus einer gesunden Distanz zu betrachten, abseits von allem was uns ablenkt
  • sich selbst und seine Kraft wieder zu spüren.
  • aus einer dumpfen Lethargie heraus wieder „in die Gänge“ zu kommen.
  • sich nicht nur einreden, dass „etwas gehen muss“, sondern sich konkret auf den Weg zu machen.

Auf unserer nächsten Reise, die am 11.9.2016  startet werden wir mit einem besonderen Klientel unterwegs sein: Parkinson und  ADS  d.h. das Tempo wird sehr reduziert  die Strecken sicher kürzer sein. Wir werden vom Bus begleitet, d.h.der Rucksack kann im Bus bleiben und nur das nötigste muss getragen werden. Wir starten in Burgos und werden in dieser zweiten Etappe (die erste Etappe war im vergangenen Herbst, aber es ist noch möglich mit einzusteigen) Santiago de Compostella erreichen Eine Gruppe wird von Frankfurt aus fliegen / unsere Gruppe fliegt ab Zürich / zusätzlich fährt aber auch ein Bus, d.h. wer lieber ca 12 Stunden Fahrzeit mit dem Bus mit möchte gibt bitte Bescheid - beides ist möglich.



Die Kosten insgesamt ca 850,– Euro pro Person 

Hierin enthalten sind: 

  • Fahrtkosten /Flug /Anfahrt und Begleitung
  • Pilgerausweis
  • Unterkunft in Refugios oder einfachen Hostels 
  • Therapeutische Begleitung

 

Termin: 11.9 - 9.9.2016 


Anmeldung unter info@purpur-horheim.de